IHK Niedersachsen begrüßt Start der 5G Campusnetz-Richtlinie

5G Campusnetze ermöglichen Technologiesprung inmitten der Pandemie

„5G ist nicht nur einfach eine neue Mobilfunkgeneration, sondern ein echter Game-Changer. Mit ultrakurzen Reaktionszeiten, einer deutlich höheren Übertragungsgeschwindigkeit und einer immensen Kapazität zur Aufnahme von mobilen Endgeräten ermöglicht 5G Technologiesprünge“, so Hendrik Schmitt, Hauptgeschäftsführer der IHK Niedersachsen, anlässlich der heutigen Veröffentlichung der niedersächsischen 5G-Campusnetz-Richtlinie. „Innovationen und neue Technologien geben Hoffnung, gestärkt aus der Krise hervorzugehen“.
Die IHK Niedersachsen begrüßt vor diesem Hintergrund die heute veröffentlichte niedersächsische Förderrichtlinie für 5G Campusnetze. Während die Vernetzung von Verkehrswegen oder die Nutzung von Telemedizin durch und mit 5G mittelfristig angestrebt wird, können Unternehmen bereits heute z.B. durch neue Produktions- und/oder Logistikprozesse von eigenen schnellen Mobilfunknetzen profitieren. Von besonderer Bedeutung ist aus Sicht der niedersächsischen Wirtschaft deshalb, dass die Richtlinie sowohl die Förderung von Prozess- als auch von Organisationsinnovationen in Unternehmen und Forschungsvorhaben vorsieht. Darüber hinaus bewertet die IHK Niedersachsen positiv, das sowohl der Eigenbetrieb eines Campusnetzes durch ein Unternehmen als auch der Fremdbetrieb durch Dritte gefördert werden kann. Der Aufbau von 5G Campusnetzen müsse dabei die verschiedenen Bedarfe und Anwendungszwecke der Unternehmen widerspiegeln.
”In Gewerbegebieten können 5G Reallabore dazu dienen, die neue Technologie zu testen und erste Anwendungen zu entwickeln”, sagt IHKN-Sprecher Digitalisierung Michael Zeinert. Er rief die Kommunen dazu auf, insbesondere neue Industrie- und Gewerbegebiete mit 5G Campusnetzen auszustatten, um Unternehmen modernste Rahmenbedingungen für Innovationen und neue Technologien zu bieten. “5G ist ein wesentlicher Bestandteil einer modernen Breitbandinfrastruktur“, so Zeinert
Zugleich blickt die IHK Niedersachen mit Sorge auf Kritik aus Teilen der Bevölkerung am 5G-Ausbau. Es sei sehr wichtig, für eine möglichst breite Akzeptanz der Technologie, Fragen rund um Strahlenbelastung und gesundheitliche Auswirkungen zeitnah und umfassend zu beantworten.
„Die Aufgabe der Politik ist es, den Bürgerinnen und Bürgern die Angst zu nehmen und aufzuklären. Aufgabe der Wirtschaft ist es, die Vorteile von 5G für Unternehmen wie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu veranschaulichen. Nur wer bei neuen Technologien am Ball bleibt, kann von diesen profitieren. Niedersachen hat den ersten Anstoß gegeben“, so Michael Zeinert weiter.
Die IHK Niedersachsen ist die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK Braunschweig, IHK Hannover, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburgischen IHK, IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, IHK für Ostfriesland und Papenburg sowie IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum. Sie vertritt rund 495.000 gewerbliche Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung.
*Hannover, 24.3.2021*