Keine klare Öffnungs-Perspektive - Niedersachsens Wirtschaft schwer enttäuscht

Neue niedersächsische Corona-Verordnung

Die heute im Rahmen der Landespressekonferenz vorgestellte neue niedersächsische Corona-Verordnung stößt in weiten Teilen der niedersächsischen Wirtschaft auf große Enttäuschung. „Wir hatten uns von den Bund-Länder-Beschlüssen in dieser Woche und der neuen niedersächsischen Corona-Verordnung endlich eine verlässliche Perspektive für das Wiederanfahren der Wirtschaft erhofft“, sagt IHKN-Präsident Uwe Goebel. „Die heute vorgelegte neue Landesverordnung hat uns sehr ernüchtert. Erneut wurden nur kleine Änderungen vorgestellt, die aus unserer Sicht darüber hinaus zu Wettbewerbsverzerrungen führen. Aus Perspektive der niedersächsischen Wirtschaft wäre wichtig gewesen, dass der niedersächsische Stufenplan schon jetzt in die Verordnung implementiert wird, denn die niedersächsischen Betriebe brauchen ein Öffnungsszenario.“
Unverständlich ist aus Sicht der IHKN, warum die Politik einigen Branchen vertraut, dass deren Hygienekonzepte greifen, anderen aber nicht. Die niedersächsischen Unternehmerinnen und Unternehmer – vor allem im stationären Einzelhandel, in Hotellerie und Gastronomie, körpernahen Dienstleistungen und Veranstaltungswirtschaft – haben im letzten Jahr zum Teil mit erheblichem finanziellem Aufwand Hygienekonzepte entwickelt und umgesetzt. „Wenn betriebliche Corona-Testungen, eine schnellere Impfkampagne und die bessere Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten gewährleistet sind, spricht aus unserer Sicht nichts gegen das Wiederanfahren der Wirtschaft in allen Branchen und Betrieben“, so Goebel. „Es gilt nach wie vor: Der Lockdown darf keinen Tag länger dauern als unbedingt nötig.“
Die IHK Niedersachsen ist die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK Braunschweig, IHK Hannover, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburgischen IHK, IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, IHK für Ostfriesland und Papenburg sowie IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum. Sie vertritt rund 495.000 gewerbliche Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung.
*Hannover, 12.2.2021*