Niedersächsische Tourismusbranche braucht dringend Unterstützung – jetzt!

Die Wirtschaftsminister aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen haben sich heute (23.4.) in einer Telefonkonferenz darüber ausgetauscht, wie der Tourismusbranche in der Corona-Pandemie geholfen werden kann.
Die Tourismuswirtschaft steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, wenn es um die längerfristigen Auswirkungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beschränkungen geht. Die Tourismus- und Gastronomiebetriebe stehen hier beispielhaft für alle Wirtschaftszweige, wie auch personenbezogene Dienstleistungen oder Veranstaltungsdienstleistungen, die vom Shutdown betroffen sind.
„Derzeit erreichen die IHKs in Niedersachsen aus allen Ecken und allen Bereichen von Tourismus und Gastronomie fast schon verzweifelte Hilferufe“, berichtet Hendrik Schmitt, Hauptgeschäftsführer der IHK Niedersachsen. Die durch die Corona-Pandemie verordneten Schließungen und die generelle Untersagung von touristischen Reisen und Beherbergungen haben die Branche in ihrer ganzen Breite und Tiefe getroffen und zum Stillstand gebracht. „Wir fürchten um unzählige Unternehmen, wenn dieser Zustand noch länger anhält“, so Schmitt weiter. „Unsere Betriebe in Tourismus und Gastronomie brauchen jetzt ein klares Konzept und einen Fahrplan, wann und wie sie wieder arbeiten können“, ergänzt Arno Ulrichs, IHKN-Tourismussprecher.  Die IHKN befürworten deshalb ausdrücklich die Initiative des niedersächsischen Wirtschaftsministers für ein gestuftes Wiederanfahren in den betroffenen Betrieben.
„Wir unterstützen nachdrücklich die Landesregierung, bei der Erarbeitung von Regelungen für Abstands- und Hygienemaßnahmen, die pragmatische und praxisgerechte Lösungen umfassen und den Unternehmen schnellstmöglich an die Hand gegeben werden“, betont Schmitt weiter. „Wir bieten den politisch Verantwortlichen hier gerne die Expertise der sieben niedersächsischen IHKs an.“
Wichtig ist jetzt, dass sich Ministerpräsident Weil am 30.4. mit der Bundeskanzlerin und den Ländern auf eine bundesweite Strategie zur Wiedereröffnung der vom Shutdown betroffenen Branchen einigt.
Die Tourismusbranche erwirtschaftet in Niedersachsen rund 11,9 Mrd. Umsatz – zusätzlich werden durch Gäste Konsumausgaben in Höhe von 20,7 Mrd. getätigt. Von der Branche hängen knapp 300.000 Arbeitsplätze ab.
Die IHK Niedersachsen ist die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK Braunschweig, IHK Hannover, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburgischen IHK, IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, IHK für Ostfriesland und Papenburg sowie IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum. Sie vertritt rund 495.000 gewerbliche Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung.
*Hannover, 23.4.2020*