Zukunftsplan Niedersachsen macht Innovationspolitik zur Führungsaufgabe

Statement von IHKN-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt

Der heute vorgestellte Zukunftsplan Niedersachsen des Innovationsrats Niedersachsen ist aus Sicht der IHK Niedersachsen (IHKN) ein wichtiger strategischer Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit des Landes.
„Der Zukunftsplan beschreibt nicht nur ein attraktives Zielbild für das Jahr 2035, sondern liefert auch konkrete Handlungsempfehlungen- Er zeigt wie wir unsere industrielle Stärke sichern, neue Technologien schneller in die Anwendung bringen und mehr Innovationsdynamik entfalten können“, erklärt Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHKN und Mitglied des Sounding Boards des Innovationsrats. „Wenn wir unseren Wohlstand sichern wollen, brauchen wir mehr Tempo bei Innovationen, mehr Mut zu neuen Technologien und mehr Vertrauen in die Gestaltungskraft von Unternehmen.“
Aus Sicht der niedersächsischen Wirtschaft kommt es nun entscheidend darauf an, die Empfehlungen nicht als weiteren Strategieprozess zu verstehen, sondern zügig umzusetzen. Die IHKN unterstützt insbesondere den Vorschlag, Innovationspolitik zur Führungsaufgabe zu machen, wie es andere Nationen wie etwa Japan oder Südkorea vormachen.
„Das Papier enthält viele Forderungen, die die Wirtschaft seit Jahren erhebt: schnellere Genehmigungen, weniger Bürokratie, stärkere Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen, bessere Bedingungen für Gründungen und eine konsequente Ausrichtung der Innovationsförderung an Zukunftstechnologien. Jetzt muss aus dem Zukunftsplan ein Umsetzungsplan werden. Niedersachsen darf keine Zeit verlieren“, betont Maike Bielfeldt.
Weitere entscheidenden Schwerpunkte für ein zukunftsfestes Land liegen ganz klar in den Bereichen Gründung und Bildung. Zum einem müssen Gründungen in Niedersachsen künftig einfacher und schneller umsetzbar sein und Forschungsergebnisse stärker in Gründungsdynamik und wirtschaftliche Substanz einmünden. Neue Impulse in der Wachstumsfinanzierung sind ein wichtiger Hebel, um Innovationen weiter auf die Straße zu bringen.
„Mindestens ebenso entscheidend für unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit ist es, das Bildungssystem auch in den Hochschulen konsequent auf die Skills für die Köpfe von übermorgen in unseren Unternehmen auszurichten. Gleichzeitig müssen wir die internationale Attraktivität Niedersachsens deutlich steigern, um ausländische Innovatoren und Fachkräfte für unseren Standort zu begeistern. Nur so bleibt unser Land zukunftsfähig“, so Maike Bielfeldt abschließend.
Die IHK Niedersachsen ist die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK Braunschweig, IHK Elbe-Weser, IHK Hannover, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburgischen IHK, IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim sowie IHK für Ostfriesland und Papenburg. Sie vertritt mehr als 530.000 gewerbliche Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung.