IHKN-Hauptgeschäftsführerin Monika Scherf zum Streikaufruf von Verdi für den ÖPNV am 20./21.04.2026
Unabwendbarer Schaden für Niedersachsens Wirtschaft
Hannover, 15.04.2026
Der Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi für die Beschäftigten von Üstra und Regiobus genau zu Beginn der HANNOVER MESSE sorgt schon jetzt im Vorfeld für riesigen Unmut und treibt unseren Unternehmen den buchstäblichen Schweiß auf die Stirn. Die aktuelle wirtschaftliche Situation ist angespannt bis bedrohlich – man muss nur einen Blick in die Medien werfen, um das zu erfahren. Mit großen Kraftanstrengungen arbeiten Wirtschaft und Polik an vielen Stellschrauben, um den Wirtschaftsmotor am Laufen zu halten oder neu zu starten.
Aus Sicht der IHK Niedersachsen ist es völlig unverständlich, dass gerade zu Beginn der HANNOVER MESSE, dem weltweiten Aushängeschild für Wirtschaft und Innovation made in Germany, ein ÖPNV-Streik die Stadt Hannover lahmlegen soll. Diese eine Aktion ist schädlich für den Standort, für das Standortmarketing und für alle, die hier wirtschaften. Diese Aktion bleibt bei allen Gästen im Gedächtnis und torpediert damit die vielen positiven Ansätze von Politik und Wirtschaft zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes.
So wird Niedersachsen, so wird Deutschland in der Außenwahrnehmung negativ auffallen – ein unabwendbarer Schaden für Niedersachsens Wirtschaft. Die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Niedersachsen wird mit solchen Aktionen aufs Spiel gesetzt. Noch ist Zeit, den Streikaufruf zurückzunehmen.“
Die IHK Niedersachsen ist die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK Braunschweig, IHK Elbe-Weser, IHK Hannover, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburgischen IHK, IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim sowie IHK für Ostfriesland und Papenburg. Sie vertritt mehr als 530.000 gewerbliche Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung.
