Duale Ausbildung bleibt Spitzenwahl

IHKN legt Ergebnisse der Azubi-Zufriedenheitsumfrage 2026 vor

Hannover, 18.03.2026
Die duale Ausbildung bleibt für junge Menschen in Niedersachsen ein ausgesprochen attraktiver Bildungsweg. Das zeigt die aktuelle IHKN-Azubi-Zufriedenheitsumfrage 2026, an der mehr als 6.000 Auszubildende teilgenommen haben – so viele wie nie zuvor. 83,28 Prozent der Befragten würden ihren Ausbildungsberuf erneut wählen, 73,40 Prozent auch wieder denselben Ausbildungsbetrieb. Damit bestätigt die Umfrage die hohe Passung und Stabilität des dualen Systems. Besonders geschätzt werden praxisnahe Tätigkeiten, ein gutes Teamklima und eigenständiges Arbeiten. All das trägt laut den Rückmeldungen maßgeblich zur Motivation bei.
Gleichzeitig machen die Umfrageergebnisse klar, dass die Rahmenbedingungen weiter gestärkt werden müssen. Die Ausstattung der Berufsschulen wird im Landesdurchschnitt lediglich mit 3,34 von 5 Sternen bewertet, weniger als 15 Prozent der Teilnehmenden vergeben Bestnoten. Die Resultate verdeutlichen einen deutlichen Investitionsbedarf – insbesondere dort, wo moderne Lernbedingungen für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses entscheidend sind.
„Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie attraktiv die duale Ausbildung für junge Menschen ist. Damit dies so bleibt, brauchen wir moderne Berufsschulen, starke Ausbildungsbetriebe und politische Rahmenbedingungen, die berufliche Bildung als gleichwertigen Bildungsweg sichern“, sagt Maike Bielfeldt, IHKN-Hauptgeschäftsführerin. Sönke Feldhusen, Sprecher Berufliche Bildung, ergänzt: „Die Azubis senden ein klares Signal: Qualität entscheidet. Praxisnähe, gutes Teamklima und eine verlässliche Ausstattung der Lernorte sind ausschlaggebend dafür, ob junge Menschen motiviert bleiben und im Betrieb bleiben wollen.“
Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen, dass die duale Ausbildung ein zentraler Baustein der Fachkräftesicherung bleibt und junge Menschen bewusst nach Perspektiven suchen, die ihnen sowohl Zukunftschancen als auch praktische Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Vor diesem Hintergrund fordert die IHKN eine klare bildungspolitische Priorisierung der dualen Ausbildung.
„Die duale Ausbildung ist kein Berufseinstieg zweiter Klasse. Ganz im Gegenteil – sie ist die erste Stufe auf der Karriereleiter, die in vielen Fällen höher reicht als bei der akademischen Ausbildung. Politik und Unternehmen müssen gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, um diese Tatsache bei den jungen Leuten und ihren Eltern wieder ins Bewusstsein zu rücken“, fordert IHKN-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt. „Mit der Kampagne ‚KönnenLernen‘ ist die IHK-Organisation hier schon vorangegangen.“
Der IHKN Fokus Niedersachsen „IHKN-Azubi-Zufriedenheitsumfrage“ stellt die Umfrageergebnisse dezidiert mit zahlreichen Grafiken vor und ordnet diese mit Blick auf politische Handlungsempfehlungen ein. Er ist unter diesem Link erreichbar.
Der Fokus Niedersachen erscheint in regelmäßigen Abständen zu aktuellen Themen aus Wirtschaft und Politik. Die aktuelle Ausgabe sowie die bereits erschienenen Publikationen sind unter www.fokus-niedersachsen.de zu finden.

Die IHK Niedersachsen ist die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK Braunschweig, IHK Elbe-Weser, IHK Hannover, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburgischen IHK, IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim sowie IHK für Ostfriesland und Papenburg. Sie vertritt mehr als 530.000 gewerbliche Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung.