Digitalisierung der Verwaltung entscheidend für wirtschaftliche Entwicklung
IHK Niedersachsen: Fortschritte bei der Digitalisierung sichtbar - weitere Anstrengungen erforderlich
Hannover, 10.06.2026
Die IHK Niedersachsen (IHKN) sieht bei der Digitalisierung der Verwaltung in Niedersachsen einige Fortschritte. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, damit digitale Verwaltungsleistungen für Unternehmen flächendeckend und im Alltag wirksam werden.
Die IHK Niedersachsen (IHKN) sieht bei der Digitalisierung der Verwaltung in Niedersachsen einige Fortschritte. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, damit digitale Verwaltungsleistungen für Unternehmen flächendeckend und im Alltag wirksam werden.
„Die Digitalisierung der Verwaltung ist ein wesentlicher Schlüssel, um die niedersächsischen Unternehmen zu entlasten und zu unterstützen. So werden die Voraussetzungen geschaffen, um Prozesse zu optimieren und zu beschleunigen. Das ist ein wichtiger Schritt auf einem langen Weg“, erklärt Monika Scherf, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen. „Die Fortschritte sind sichtbar und zeigen, dass Niedersachsen auf dem richtigen Weg ist. Gleichzeitig bleibt noch viel zu tun, damit Unternehmen die Vorteile der Digitalisierung im Verwaltungsalltag umfassend nutzen können.“
Anlässlich des Niedersächsischen Kommunalkongresses informierte Digitalisierungsstaatssekretärin Anke Pörksen über den Stand bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Niedersachsen hat sich inzwischen auf Platz fünf unter den 16 Bundesländern verbessert und setzt seinen Aufwärtstrend fort.
Aus Sicht der Wirtschaft war die Neuausrichtung der Digitalisierungspolitik mit der Verlagerung des Themas Digitalisierung in das Innenministerium mit der Einrichtung der Taskforce Digitalisierung ein notwendiger Schritt. "
Wir schätzen die Initiativen der Taskforce Digitalisierung und sehen, dass komplexe Verwaltungsvorgänge dadurch vorangebracht werden. Staatssekretärin Anke Pörksen und ihr Team treiben damit aktuell wichtige Themen mit Nachdruck voran“, sagt Michael Wilkens, Sprecher Digitalisierung der IHKN. Konkrete Auswirkungen auf die Unternehmen seien derzeit zwar noch nicht messbar, gleichzeitig sei allen Beteiligten bewusst, dass die Umsetzung in Land und Kommunen Zeit benötige.
Die Ergebnisse der aktuellen IHKN-Digitalisierungsumfrage zeigen jedoch, dass weiterhin erheblicher Handlungsbedarf besteht. Knapp 500 niedersächsische Unternehmen bewerteten zum Jahresende 2025 ihren eigenen Digitalisierungsstand insgesamt als stagnierend. Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung wurde von den Unternehmen zusammengefasst als „kleine Fortschritte auf niedrigem Niveau“ eingeschätzt.
„Die Digitalisierung der Verwaltung in Niedersachsen hat aus Sicht vieler Unternehmen weiterhin Nachholbedarf. Entscheidend wird sein, dass die Impulse der Taskforce Digitalisierung und des neuen Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung möglichst schnell auf kommunaler Ebene ankommen“, betont Wilkens. Gerade dort hätten Unternehmen die meisten Berührungspunkte mit Behörden. „Nur wenn Digitalisierung in den Kommunen konsequent gelebt wird, profitieren Unternehmen im Alltag spürbar von den eingeleiteten Veränderungen.“
Für die kommenden Jahre sieht die IHKN daher die Notwendigkeit, die Digitalisierung in Verwaltung, Land und Kommunen konsequent weiter voranzutreiben. „Die Digitalisierung ist kein ‚Sowohl-als-auch‘-Modell, sondern ein Muss in allen Bereichen. Dafür muss der Landtag auch künftig ausreichend Mittel zur Verfügung stellen und die Kommunen unterstützen. Ohne Investitionen in Technik und die Qualifizierung des Personals wird die digitale Neuaufstellung nicht gelingen“, so Wilkens abschließend.
Die IHK Niedersachsen ist die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK Braunschweig, IHK Elbe-Weser, IHK Hannover, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburgischen IHK, IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim sowie IHK für Ostfriesland und Papenburg. Sie vertritt mehr als 530.000 gewerbliche Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung.
