Deponien fehlen: unnötig lange Transportwege belasten Umwelt

Fokus Niedersachsen „Deponiekapazitäten“
Im Westen und Nordwesten Niedersachsens fehlen Deponien für Bauschutt und Bodenaushub. Dies zeigt der aktuelle Fokus Niedersachsen zum Thema Deponiekapazitäten. Für die jährlich etwa eine Million Tonnen anfallenden mineralischen Abfälle stehen Deponien überwiegend im Osten des Landes zur Verfügung.
„Die Folge des fehlenden Deponieraums sind unnötig lange Transportwege und damit verbunden vermeidbare Umweltbelastungen, nämlich Lärm- und Schadstoff-Emissionen“ mahnt Dr. Susanne Schmitt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen (IHKN). Um solche Transportwege zu sparen, würden näher gelegene, für stärker belastete Abfälle vorgesehene Deponien mit gering belastetem Bauschutt verfüllt. Das verteuert die Entsorgung, erhöht indirekt die Kosten für Bauvorhaben und führt zu einem nicht erforderlichen Verbrauch wertvoller Deponiekapazitäten.
Die betroffenen Landkreise seien gefordert, ihrem gesetzlichen Auftrag gerecht zu werden. „Das Landesraumordnungsprogramm gebietet eine flächendeckende Versorgung mit Deponien auch für schwach belastete Abfälle. Im Westen und Nordwesten sind die Deponien häufig mehr als zwei Fahrstunden entfernt“, kritisiert Markus Mews, umweltpolitischer Sprecher der IHKN.
In ihrem jetzt veröffentlichten Fokus Niedersachsen zeigt die IHKN auf, welche Regionen besonders weit von Deponiestandorten entfernt sind und gibt Empfehlungen an Land und Kommunen, wie die Situation verbessert werden kann. Dort, wo die Kommunen selbst nicht ihrer Verpflichtung zur Daseinsvorsorge nachkommen, sollten die Rahmenbedingungen bestmöglich gestaltet werden, damit private Entsorger den benötigen Deponieraum schaffen können, empfiehlt die IHK Niedersachsen.
Mehr dazu lesen Sie im aktuellen IHKN-Fokus Niedersachsen.
Der Fokus Niedersachen erscheint in regelmäßigen Abständen zu aktuellen Themen aus Wirtschaft und Politik und steht unter in der rechten Spalte und unter www.fokus-niedersachsen.de zum Download bereit.
Die IHK Niedersachsen ist die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK Braunschweig, IHK Hannover, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburgischen IHK, IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, IHK für Ostfriesland und Papenburg sowie IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum. Sie vertritt rund 460.000 gewerbliche Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung.
*Hannover, 31.7.2018*