Berufliche Orientierung braucht starke Partnerschaften zwischen Schulen und Wirtschaft

Kultusministerium und IHK Niedersachsen tauschen sich mit engagierten Schulen in Neustadt über erfolgreiche Berufsorientierung aus

Wie gelingt eine praxisorientierte berufliche Orientierung (BO), die junge Menschen frühzeitig für berufliche Perspektiven begeistert und Betriebe bei der Fachkräftesicherung unterstützt? Darüber haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Wirtschaft und Verwaltung bei der Veranstaltung „Follow up zum neuen BO-Erlass“ in der BBS Neustadt ausgetauscht.
Im Zentrum des Austauschs mit Julia Willie Hamburg, Niedersächsische Kultusministerin, und Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen (IHKN), stand die Umsetzung des neuen Erlasses zur Beruflichen Orientierung. Darüber hinaus bot die Veranstaltung Gelegenheit, sich über die aktuellen Entwicklungen des Neustädter Modells, das als gelungenes Beispiel für die enge Kooperation von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen gilt, zu informieren.
Im Rahmen der Veranstaltung erhielten die Teilnehmenden Einblicke in das Neustädter Modell, das Schülerinnen und Schülern frühzeitig praxisnahe Erfahrungen in beruflichen Handlungsfeldern ermöglicht. Bei einem Rundgang durch die Fachräume der BBS Neustadt sowie im Austausch mit Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und weiteren Beteiligten wurde deutlich, welchen Beitrag eine enge Zusammenarbeit von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie Wirtschaft für eine gelingende Berufsorientierung leisten kann.
Der neue Erlass zur Beruflichen Orientierung hat dafür wichtige Rahmenbedingungen geschafft und stärkt die Verzahnung von Schulen und außerschulischen Partnern. Die Veranstaltung machte zugleich deutlich, dass nun die konsequente Umsetzung vor Ort entscheidend ist. Nur wenn Schulen, Wirtschaft und weitere Akteure eng zusammenarbeiten, können junge Menschen ihre beruflichen Perspektiven besser kennenlernen und fundierte Entscheidungen für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg treffen.
„Viele Schülerinnen und Schüler wissen zum Ende ihrer Schulzeit noch nicht, welchen beruflichen Weg sie einschlagen werden. Umso wichtiger ist es, ihnen die Möglichkeiten aufzuzeigen und sie dabei zu unterstützen, eine informierte Entscheidung für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg zu treffen. Dafür arbeiten allgemeinbildende und berufsbildende Schulen sowie Betriebe in Niedersachsen bereits eng zusammen. Wie engagiert und praxisnah diese Zusammenarbeit aussehen kann, zeigt das Neustädter Modell: Hier arbeiten Schulen Hand in Hand, um die Berufliche Orientierung der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Solches Engagement wollen wir weiter fördern. Der neue Erlass zur Beruflichen Orientierung schafft dafür einen verbindlichen Rahmen und gibt Schulen zugleich die Flexibilität, ihre Angebote gemeinsam mit schulischen und außerschulischen Partnern gut aufzustellen“, so Julia Willie Hamburg, Niedersächsische Kultusministerin.
Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen, erklärte:
„Mit dem neuen BO-Erlass ist ein wichtiger Schritt gelungen, um die Berufliche Orientierung an Niedersachsens Schulen weiter zu stärken. Die Industrie- und Handelskammern haben sich intensiv in den Erarbeitungsprozess eingebracht. Mehr Praxis und Kooperationen, die gleichwertige Vermittlung der Optionen berufliche Bildung und Studium sowie die stärkere Einbeziehung der Gymnasien in die berufliche Orientierung sind nur einige der Schwerpunkte, die die IHKs in die Diskussion erfolgreich einbringen konnten. Nun kommt es darauf an, die Neuerungen zügig in die Praxis zu überführen und die Erfahrungen der Schulen und Unternehmen kontinuierlich in die Weiterentwicklung einfließen zu lassen. So schaffen wir bessere Orientierung für junge Menschen und stärken zugleich die Fachkräftesicherung in den Betrieben.“
Die Veranstaltung in Neustadt zeigte exemplarisch, wie erfolgreiche berufliche Orientierung gelingen kann. Das Neustädter Modell verdeutlicht, welchen Mehrwert eine enge Kooperation zwischen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie den Partnern aus der Wirtschaft bietet. Der regelmäßige Austausch zwischen allen Beteiligten ist eine wichtige Voraussetzung, um den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf erfolgreich zu gestalten
Die IHK Niedersachsen ist die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK Braunschweig, IHK Elbe-Weser, IHK Hannover, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburgischen IHK, IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim sowie IHK für Ostfriesland und Papenburg. Sie vertritt mehr als 530.000 gewerbliche Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung.
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