IHK Niedersachsen - Starke Stimme der gewerblichen Wirtschaft in Niedersachsen


Die IHK Niedersachsen (IHKN) ist seit dem 1. Januar 2017 als Landesarbeitsgemeinschaft aller sieben niedersächsischen IHKs die starke Stimme der gewerblichen Wirtschaft in Niedersachsen. Präsident Dr. Christian Hinsch betont bei der Vorstellung der neuen Organisation am Freitag, dem 27. Januar, dass in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit durch politische Erdbeben wie aktuell in den USA und des großen Wandels durch die Digitalisierung auch die Wirtschaft in Niedersachsen vor großen Herausforderungen steht. „In Anbetracht dieses enormen Wandels kann die Wirtschaft es sich nicht länger leisten, getrennt zu agieren“ erläutert Hinsch. „Wenn wir Gehör finden wollen, müssen wir uns auf die Kernfragen der gewerblichen Wirtschaft konzentrieren und dazu mit einer einzigen, kräftigen Stimme sprechen.“
Hinsch erklärt weiter, der Aufbau der IHKN-Organisation sei bewusst so gewählt, dass starke Wirtschaftsregionen genauso wie die Fläche Niedersachsens repräsentiert sind. Dies spiegle sich in der Besetzung des dreiköpfigen Geschäftsführungskollegiums genauso wieder wie in der Tatsache, dass die Federführungen für die 17 Sachgebiete der IHK Niedersachsen auf alle Mitgliedskammern verteilt sind. „Für uns als Landesarbeitsgemeinschaft, in der alle IHKs vertreten sind, war es wichtig, dass sich die jeweils unterschiedliche Prägung und Wirtschaftskraft der Regionen auch in der Vertretung nach außen wiederspiegelt und dabei keine Region aus dem Fokus gerät.“
Hinsch betont, bei aller Unterschiedlichkeit gebe es für die in der IKHN vertretenen Unternehmen immer auch ähnlich gelagerte Problemstellungen, die in den IHKN-Fachgremien als Gesamtinteresse der Wirtschaft herausgefiltert und bewertet werden. Und anschließend durch die IHKN als starke Stimme gegenüber Politik, Regierung und Verbänden artikuliert und – im besten Fall – eine positive Veränderung nach sich ziehen werden.
„Einen thematischen Schwerpunkt legen wir auf eine leistungsfähige Infrastruktur in Niedersachsen – bei Schiene, Straße und Wasserstraße und selbstverständlich auch beim Breitband“, sagt Dr. Joachim Peters, IHKN-Hauptgeschäftsführer. „Wichtig sind jetzt erweiterte Planungskapazitäten bei Bund und Land sowie kluge Entscheidungen bei der vereinbarten Einrichtung der Bundesfernstraßengesell-schaft, damit die prioritären Projekte des Bundesverkehrswegeplans nicht verzögert werden. Die digitale Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe braucht noch mehr Anstrengungen beim Ausbau der Glasfasernetze – auch hierfür setzen wir uns ein.“
„Aufgabe der IHKs ist es explizit, Verwaltung und Politik durch Stellungnahmen zu beraten“, ergänzt IHKN-Hauptgeschäftsführerin Dr. Susanne Schmitt. „Deswegen werden wir vor der Landtagswahl unsere Positionen und Forderungen an die neue Landesregierung vorstellen und mit der Politik diskutieren. Es gibt eine ganze Reihe von Themenfeldern wie Energie, Fachkräftesicherung, Tourismus oder Handel, bei denen die künftige Landesregierung durch entsprechende Regeln für günstige Standortbedingungen und damit auch auf den Erfolg der niedersächsischen Wirtschaft Einfluss nehmen kann.“
IHKN-Hauptgeschäftsführer Dr. Horst Schrage hebt die Bedeutung von Bildung, Aus- und Weiterbildung hervor: "Die duale Berufsausbildung stärken ist für die Landespolitik und die IHKs in Niedersachsen die wichtigste Aufgabe, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Sehr viel mehr Facharbeiter als Akademiker fehlen in unseren Betrieben. Zusammen mit der Landesregierung wollen wir die Berufsorientierung an allen Schulen stärken und eine Dualisierung der Berufsfachschulangebote erreichen."
Die IHK Niedersachsen ist die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK Braunschweig, IHK Hannover, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburgischen IHK, IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, IHK für Ostfriesland und Papenburg sowie IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum. Sie vertritt rund 460.000 gewerblichen Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung.
*Hannover, 27.1.2017*